

II. Kammermusikwettbewerb Paul Juon
Die Jury 2026
Martin Lucas Staub Klavier, Jurypräsident
Martin Lucas Staub studierte in der Meisterklasse von Dominique Merlet am Conservatoire de Musique de Genève. Er ist seit der Gründung 1998 Pianist des Schweizer Klaviertrios und gewann mit diesem Ensemble verschiedene erste Preise beim Internationalen Kammermusikwettbewerb in Caltanissetta, beim österreichischen Johannes-Brahms-Wettbewerb und den Swiss Ambassador’s Award in der Wigmore Hall London. Er trat kammermusikalisch und solistisch in weit über 45 Ländern auf allen Kontinenten und in den bedeutendsten Konzertsälen auf und spielte als Solist mit Orchestern in aller Welt, u.a. Russisches Nationalorchester, Orchestre Philharmonique de Liège, Orchestre de la Suisse Romande, Athens State Orchestra, Queensland Orchestra Brisbane unter Dirigenten wie Thomas Zehetmair, Mario Venzago, Johannes Fritzsch oder Loukas Karytinos. Umfangreiche CD-Aufnahmen für audite, darunter die gefeierte Gesamt-Edition der Klaviertrios von Beethoven.
Daneben ist Martin Lucas Staub Künstlerischer Leiter verschiedener Konzertreihen und engagiert sich stark in der Förderung des musikalischen Nachwuchses.

Ivan Klánský Klavier
Ivan Klánský, 1948 in Prag geboren, gehört zu den führenden Persönlichkeiten unter den tschechischen Pianisten. Er studierte am Prager Konservatorium und an der Prager Musikhochschule Im Jahre1967 gewann er den Wettbewerb in Bolzano und damit beginnt eine Serie der Erfolge. In Jahren 1968 – 1976 ist er Preisträger den Wettbewerben in Neapel, Leipzig, Barcelona, Warschau, Fort Worth und Santander geworden. Seit 1980 arbeitete regelmässig mit der Tschechischen Philharmonie als Solist. Seine umfangreiche Konzerttätigkeit mit über 4800 Konzerten führte ihn durch alle Kontinente. Als Professor und Leiter der Klavierabteilung an der Musikhochschule in Prag hat er viele junge Studenten erzogen. In Jahren1991 – 2012 hat er gleichzeitig eine Konzertklasse an der MHS Luzern geführt. Seit 40 Jahren ist er Mitglied des weltbekannten Guarneri-Trios Prag.

Maria Sournatcheva Oboe
Die in Moskau geborene Maria Sournatcheva gilt heute als eine der prägendsten Oboistinnen ihrer Generation. Nach ihrer Ausbildung an der Gnessin-Musikschule und der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover gewann sie zahlreiche nationale und internationale Preise – darunter den Praetorius Musikpreis Niedersachsen, den Europäische Lions-Musikwettbewerb und den ARD-Wettbewerb in München. Mit 18 Jahren wurde sie Solo-Oboistin im Niedersächsischen Staatsorchester Hannover; von 2012 bis 2022 war sie in gleicher Position beim Musikkollegium Winterthur tätig. Ihre erste CD «Russian Oboe Concertos» erschien 2016 bei MDG und wurde 2017 mit dem ECHO Klassik Preis ausgezeichnet. Insgesamt liegen drei CDs vor, die durchweg positive Presse erhielten – allen voran die Poulenc-Einspielung mit dem von ihr gegründeten Quintett-Ensemble CONFOEDERATIO.
Aktuell unterrichtet Sournatcheva am Glinka-Konservatorium in Nizhny Novgorod und ist als Solo-Oboistin im Orchester «La Voce strumentale» unter Dmitry Sinkovsky sowie im Kremlin Orchester unter Konstantin Chudovsky engagiert.

Carlo Fabiano Violine
Maestro Carlo Fabiano (Mantua, 1955) ist Gründer, erster Geiger und Präsident des Orchestra da Camera di Mantova. Seine künstlerische Ausbildung geht auf seine Begegnung mit Maestro Franco Claudio Ferrari im Jahr 1975 zurück, dem langjährigen Konzertmeister des Orchesters der Accademia Nazionale di Santa Cecilia. In Rom erhielt er zudem Unterricht bei Maestro Arrigo Pelliccia und begann eine intensive Tätigkeit als Konzertmeister und Mitglied zahlreicher Kammerensembles.
1981 gründete Fabiano das Orchestra da Camera di Mantova, dessen Konzertmeister und künstlerischer Leiter er seit über dreissig Jahren ist. Seitdem entwickelte sich seine gesamte musikalische Tätigkeit um dieses Ensemble, mit dem er in den renommiertesten Konzertsälen und Festivals in Italien, Europa, Asien sowie Nord-, Mittel- und Südamerika aufgetreten ist. 1997 erhielt er von italienischen Musikkritikern den Franco-Abbiati-Preis «für seine stilistische Sensibilität und seine methodische Klangforschung, die eine Begegnung auf höchstem Niveau zwischen der italienischen Instrumentaltradition und dem klassischen Repertoire ermöglicht». 2010 gründete Maestro Fabiano in Mantua das Kammermusikfestival «Trame Sonore», das er bis heute leitet.

Matthias Lingenfelder Violine
Matthias Lingenfelder erhielt mit 7 Jahren den ersten Geigenunterricht. Nach der Ausbildung bei Klaus Eichholz, Max Rostal und Gerard Poulet gründete er 1981 das Auryn Quartett. 1982 war das Quartett bei internationalen Wettbewerben in Portsmouth und München erfolgreich. Seitdem zählte das Auryn Quartett zu den führenden Streichquartetten, mit Konzerten in der ganzen Welt. Nach 41 Jahren gemeinsamer Konzerttätigkeit ohne personelle Wechsel, beendete das Auryn Quartett seine Karriere.
Neben seiner Tätigkeit als Quartett-Primarius trat Matthias Lingenfelder auch solistisch auf. Seit 2003 hat Matthias Lingenfelder eine Professur für Kammermusik an der Hochschule für Musik in Detmold inne. Seit 2011 ist er künstlerischer Leiter der Musiktage Mondsee. Matthias Lingenfelder spielt eine Stradivari aus dem Jahr 1722 die sich früher im Besitz des Geigers Joseph Joachim befand.
